2026-10-11 10:00 Uhr Workshop - Online: Kink als Spiegel Teil 1/3

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by Talea Kant
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2026-10-11 10:00 Uhr Workshop - Online: Kink als Spiegel Teil 1/3

by Talea Kant

Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung ging davon aus, dass jeder Mensch einen Schatten in sich trägt. Gemeint sind die Anteile, die wir nicht sehen wollen, die wir verdrängt oder abgespalten haben, weil sie nicht zu dem Bild passen, das wir von uns selbst haben möchten. Diese Anteile verschwinden dadurch nicht, sie wirken im Verborgenen weiter und melden sich oft genau dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. In einer heftigen Reaktion zum Beispiel, die uns selbst überrascht. Wer in einer devoten Rolle plötzlich inneren Widerstand spürt, obwohl er sich das Spiel gewünscht hat, stößt vielleicht genau dort auf einen Anteil, der sonst nie Raum bekommt.

BDSM funktioniert für mich wie ein Spiegel für genau diese Anteile. Er zeigt uns selten etwas Neues. Er zeigt uns das, was längst da ist, unsere Bindungsmuster, unser inneres Kind, das Bild, das wir von unserem Körper haben, und die Rolle, die wir insgeheim nie wieder spielen wollen. Was im Alltag gut verborgen bleibt, wird im Spiel plötzlich sichtbar, manchmal innerhalb weniger Minuten.

Genau darum geht es in dieser Workshop-Reihe. Wir nutzen Kink nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug zur Selbsterkenntnis, als Einladung, genauer hinzuschauen, was das Spiel in uns auslöst und warum.

Die Reihe besteht aus drei Teilen, die aufeinander aufbauen, sich aber auch einzeln buchen lassen:

  1. Ursprung – wo unsere Muster herkommen
  2. Begegnung – wie sie in Beziehung und Machtspiel sichtbar werden
  3. Tiefe – wo die stärksten Gefühle liegen


Teil 1: Woher deine Muster kommen, bevor du sie im Spiel wiedererkennst.

Warum ziehst du dich ausgerechnet in bestimmten Rollen zusammen, während du dich in anderen zum ersten Mal frei fühlst? Kink zeigt uns selten etwas Neues. Er zeigt uns das, was längst da ist, unsere Bindungsmuster, unser inneres Kind, das Bild, das wir von unserem Körper haben, und die Rolle, die wir insgeheim nie wieder spielen wollen. An diesem Wochenende gehen wir genau dahin.

Wir schauen uns an, wie frühe Bindungserfahrungen bis heute mitbestimmen, wem wir vertrauen und wovor wir zurückschrecken. Wir lassen Raum für das innere Kind, das im Spiel oft lauter wird, als wir erwarten. Wir sprechen über Körperbild und Selbstwert, ohne Beschönigung, aber auch ohne Härte. Und wir stellen uns der Rolle, die wir am liebsten meiden würden, weil gerade sie oft am meisten über uns verrät.

Inhalte: 

• Bindungsmuster erkennen und transformieren
• Dein inneres Kind im Spiel
• Körperbild und Selbstwert
• Die Rolle, die du nicht spielen willst
• Voraussetzungen: keine Vorerfahrung mit Kink notwendig, Bereitschaft zu Selbstreflexion und Austausch in der Gruppe


Dieser Workshop stellt keine therapeutische Veranstaltung dar, sondern dient der Selbstreflexion.


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